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Katja Suding: Grüner erntet Shitstorm nach "Titten und Beine"-Tweet

Katja Suding, die FDP und die Hamburger Wahl : Grüner erntet Shitstorm nach "Titten-und-Beine"-Tweet

Dass Katja Suding mit ihrer FDP in Hamburg erfolgreich war, hat einen Grünen in Baden-Württemberg derart geärgert, dass er einen verhängnisvollen Satz twitterte. Die Folge: ein Shitstorm und Sexismus-Vorwürfe.

Für die FDP war es nach einer langen Durststrecke mal wieder ein großer Erfolg: Mit Spitzenkandidatin Katja Suding schafften es die Liberalen erneut in die Hamburger Bürgerschaft, nachdem sie sowohl aus dem Bundestag als auch aus vielen Landtagen rausgeflogen waren.

Dass die politische Konkurrenz das weniger positiv findet, liegt auf der Hand. Ernsthaft geärgert aber hat sich offensichtlich ein Mann vom Spitzenpersonal der Grünen aus Baden-Württemberg. Und zwar so sehr, dass er am Wahlabend folgenden Tweet absetzte:

muss man sich mal vorstellen: mit Titten und Beinen anstatt Inhalten. #fassungslos #fdp

Bei den Twitterern aber kam das gar nicht gut an. Rupp erntete im Anschluss jede Menge böser Kommentare.

@JoergRupp Bin immer wieder erstaunt was für selbstgefällige Armleuchter bei den @Die_Gruenen Berufspolitiker werden dürfen.

Der @JoergRupp ist ja schon häufiger durch besondere Dummheit aufgefallen. Halt doch mal die Klappe und lass uns @GRUENE_Hamburg in Ruhe.

Auch Sexismus-Vorwürfe musste sich Rupp gefallen lassen. So etwa vom JuLi-Chef Konstantin Kuhle.

Wie kann der Sexist @JoergRupp im Landesvorstand einer feministischen Partei sein? @GrueneBW @Die_Gruenen #hhwahl pic.twitter.com/nLoPcNwfz7

Entsprechend schnell merkte auch Rupp, dass sein Satz nach hinten los ging. Gleich mehrfach entschuldigte er sich via Twitter für seinen Eintrag und stellte auch in seinem Blog eine Erklärung ein, wie es überhaupt zu dem Tweet gekommen war.

"Es ist nicht in Ordnung, von 'Titten und langen Beinen' zu reden — das ist normalerweise nicht meine Wortwahl", schreibt er dort. Aber ihn habe seit Wochen der Wahlkampf der FDP in Hamburg geärgert, etwa, als Suding mit zwei weiteren FDP-Politikerinnen in der "Gala" als "Drei Engel für Lindner" posierte. Trotzdem, so betont er noch, äußere man sich so nicht und so gelobe er für die Zukunft "dass ich vor dem Twittern mein Gehirn einschalte".

Und bei Twitter schrieb er noch Folgendes:

ein Shitstorm ist eine interessante Erfahrung, auf die man gerne verzichten könnte

Es war übrigens nicht das erste Mal, dass es im Zusammenhang von Katja Suding und Weiblichkeit eine Entschuldigung gab. Anfang Januar hatte die "Tagesschau" ihre Beine beim Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart so ausgiebig abgefilmt, dass sich "ARD-aktuell"-Chefredakteur Kai Gniffke hinterher dafür entschuldigen durfte: "Der Beine-Schwenk gehört auf den Index. Tut mir leid, Frau Suding", bloggte er. Katja Suding selbst nahm es damals übrigens mit Humor.

(das)