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Wegen zunehmend steigender Preise: Kanzlerin lädt zu Strom-Gipfel

Wegen zunehmend steigender Preise : Kanzlerin lädt zu Strom-Gipfel

Der von Experten prophezeite Anstieg der Strompreise in den kommenden Jahren bereitet offenbar auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusehends Sorgen.

Nach Informationen unserer Redaktion aus Regierungskreisen trifft Merkel am Dienstag, 28. August, im Kanzleramt Vertreter von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Industrie, um über Maßnahmen zur Begrenzung des Anstiegs der Strompreise zu reden. Auf Initiative der Sozialverbände soll es vor allem um Kompensationen für sozial schwache Bürger gehen, die sich aufgrund der hohen Energiekosten ihre Mieten kaum leisten können.

Zu den Teilnehmern des Gipfels zählen die Spitzen der Gewerkschaft IG Bau und Chemie, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Wirtschaftsverbände: des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Arbeitgeberverbands. Auch Vertreter des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sind eingeladen. Die Energieversorger sind auf ausdrücklichen Wunsch der Kanzlerin zunächst nicht bei dem Gipfeltreffen dabei.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) sind ebenfalls anwesend. Altmaier soll im September zusätzlich mit den Vertretern der Energieversorger zusammenkommen, um über Probleme bei der Umsetzung der Energiewende zu sprechen. Auch Rösler will sich mit den Chefs der Energiekonzerne separat treffen.

Bei dem Gipfeltreffen soll es möglicherweise auch zu einem Kompromiss über das Gesetz zur Suche nach einem Endlager für Atommüll geben. Die Gespräche zwischen Umweltminister Altmaier, den Oppositionsparteien SPD und Grüne sowie den Ländern sind angeblich weit fortgeschritten.

Über die Behördenstruktur für die Suche, Erkundung und Kontrolle des Endlagers habe man Einigkeit erzielt, heißt es in Regierungskreisen. Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU), in dessen Bundesland das mögliche Endlager Gorleben liegt, sowie sein baden-württembergischer Kollege Winfried Kretschmann (Grüne) sollen sich deshalb den 28. August freihalten. Auch in Baden-Württemberg soll es Gesteine geben, die ein Atommüll-Endlager ermöglichen.

(brö)