Julia Klöckner fordert 5G-Ausbau auch auf dem Land

Schnelles Internet überall : Klöckner fordert 5G-Ausbau auch auf dem Land

Mobiles Internet in hoher Geschwindigkeit nur in Städten? Die Bundeslandwirtschaftsministerin will das nicht akzeptieren.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat in der Debatte um den Ausbau des schnellen 5G-Mobilfunks ein flächendeckendes Angebot gefordert. „Es gibt zu viele weiße Flecken auf der Landkarte. Wir dürfen bei der Versorgung nicht nur die Haushalte im Blick haben, sondern müssen weiter gehen und den Anspruch auch für die Fläche haben“, sagte Klöckner unserer Redaktion. Das sei für die ländlichen Räume als Ganzes wichtig, für die Bewohner und auch für die digitalen Anwendungen zum Beispiel auf dem Acker oder der Forstwirtschaft im Wald.

Derzeit wird eine Frequenzversteigerung vorbereitet, womit der 5G-Ausbau ermöglicht werden soll. Die Mobilfunkanbieter warnen vor zu hohen Kosten und technischen Herausforderungen bei einer Voll-Versorgung mit 5G – die Technologie wird aber zum Beispiel für das autonome Fahren gebraucht, zudem könnten Mittelständler auf dem Land ohne flächendeckende Versorgung wirtschaftlich abgehängt werden. Im Vergleich zur Technologie 4G (LTE) ist 5G um ein Vielfaches schneller.

„Es ist gut, dass wir uns bei der Digitalklausur des Kabinetts darauf verständigt haben, dass die Kommission zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse sich damit beschäftigt, wie die verbleibenden nicht versorgten Haushalte und Flächen zügig angebunden werden“, sagte Klöckner. Beim Mobilfunkgipfel sei die zeitnahe Abdeckung von 99 Prozent aller Haushalte zugesagt worden, so die Ministerin. „Für die verbleibende Versorgungslücke der Haushalte und Fläche benötigen wir dann ein Förderprogramm, um das Leben und Arbeiten gleichwertig gestalten zu können“, forderte Klöckner.

(jd/dpa)
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