Jamaika-Koalition: Was FDP und Grüne verbindet - und was sie trennt

Jamaika-Sondierungsgespräche: Was FDP und Grüne verbindet - und was sie trennt

Am Donnerstag treffen sich FDP und Grüne zu einem ersten Meinungsaustausch. Dabei werden sie über die Möglichkeit einer Jamaika-Koalition sprechen. Bei vielen Themen liegen die beiden Parteien noch weit auseinander. Eine Übersicht.

Als "kleine" Jamaika-Partner der Union haben FDP und Grüne strategisch manches gemeinsam. Beide wissen um das Risiko, von der Union "kaputtkoaliert" zu werden. 2013 flog die FDP nach vier Jahren Schwarz-Gelb aus dem Bundestag, 2017 schmierte die SPD nach vier Jahren großer Koalition ab.

Beide sind keine Volksparteien, sondern haben eine spezifische Wählerschaft, der sie Erfolge vorweisen müssen, um sie zu halten. Und beide lassen nach Ende der Koalitionsverhandlungen einen Mitgliederentscheid über einen Koalitionsvertrag abstimmen. Das ist ein willkommenes Druckmittel in Verhandlungen und dient der Absicherung bei der Basis.

Merkel braucht beide

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Auch wenn FDP und Grüne mit 80 beziehungsweise 67 Abgeordneten sehr viel kleine Fraktionen im Bundestag haben als die Union mit ihren 246 Sitzen, verhandeln die möglichen Partner doch auf Augenhöhe - denn keiner von beiden ist für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verzichtbar.

Inhaltlich allerdings liegen die Freidemokraten und die Ökopartei teils weit auseinander. Nur ein paar Beispiele:

Bei anderen Themen liegen die beiden Parteien näher beieinander - etwa beim Thema Einwanderungsgesetz für Fachkräfte, Bürgerrechte oder der Abschaffung des sogenannten Kooperationsverbots, das es dem Bund verbietet, in das Schulsystem der Länder zu investieren. Vom Unionskompromiss zur Zuwanderung halten beide nicht viel.

(wer)