IS reklamiert Anschlag in Londoner U-Bahn für sich

Explosion in U-Bahn: IS reklamiert Anschlag in London für sich

Die IS-Terrormiliz hat den Anschlag auf die U-Bahn in London für sich reklamiert. Ein Kämpfer des Islamischen Staates habe die Tat ausgeführt, meldete das IS-Sprachrohr Amak. Großbritannien erhöhte die Terrorwarnstufe auf "kritisch".

Der Bombenanschlag sei von einer "Abteilung des Islamischen Staats" verübt worden, hieß es in einer Erklärung, die am Freitag vom IS-Propagandasprachrohr Amaq im Internet veröffentlicht wurde.

London: Explosion in Underground-Station Parsons Green

Großbritannien erhöhte die Terrorwarnstufe auf "kritisch". Premierministerin Theresa May sagte am Freitagabend, es werde eine höhere Präsenz bewaffneter Polizeikräfte an öffentlichen Plätzen geben. Zudem werde das Militär die Polizei unterstützen. Die Terrorwarnstufe "kritisch" deutet darauf hin, dass ein Anschlag möglicherweise unmittelbar bevorsteht.

Der Sprengsatz war mitten im Berufsverkehr an der Station Parsons Green im Westen der britischen Hauptstadt detoniert. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, niemand davon schwer. Todesopfer waren nicht zu beklagen, auch weil die selbst gebastelte Bombe offenbar nicht richtig explodierte.

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Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball". Die meisten Opfer erlitten nach den Worten von Anti-Terror-Polizeichef Mark Rowley Verbrennungen, andere wurden in der allgemeinen Panik niedergetrampelt. Nach Angaben der Rettungskräfte schwebte keines der Opfer in Lebensgefahr.

Bei vier Anschlägen in diesem Jahr in Großbritannien kamen 36 Menschen ums Leben.

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(wer/dpa/AFP)