1. Politik
  2. Deutschland

Interview mit FDP-Generalsekretärin: Drei Fragen an Linda Teuteberg

Interview mit FDP-Generalsekretärin : Drei Fragen an Linda Teuteberg

Nach ihrer Wahl zur neuen Generalsekretärin markiert die Brandenburger Politikerin Linda Teuteberg ein neues Image und ein breiteres Zielpublikum für die FDP. Wir haben mit ihr gesprochen.

Frau Teuteberg, was werden Sie jetzt als erstes anpacken?

Teuteberg Ich werde erstmal die schon laufenden Wahlkämpfe mit Veranstaltungen unterstützen. Natürlich den Europawahlkampf mit Nicola Beer an der Spitze, die bremische Bürgerschaftswahl mit Lencke Steiner an der Spitze und die Kommunalwahlen. Das ist für weniger als einen Monat bis zum 26. Mai schon ein volles Programm.

Worin wird sich die FDP in den Landtagswahlkämpfen von den Mitbewerbern unterscheiden?

Teuteberg Wir sagen, dass 30 Jahre nach dem Fall der Mauer Ostdeutschland keine Sonderprogramme als Wahlkampfversprechen braucht. Wir sehen, dass sich die Probleme im Westen und im Osten ähneln, von strukturschwachen Gebieten über die notwendige digitale Infrastruktur bis hin zum demografischen Wandel. Nur im Osten sind die Probleme oft tiefergehend und ihre Wahrnehmung mit größeren Befürchtungen verbunden. Als Beispiel kann ich sagen, dass die Abschaffung des Soli im Jahre 2019 kein Versprechen bloß an Westdeutsche ist. Auch im Osten freuen sich die Steuerzahler, wenn ihnen netto mehr von ihrer Arbeit bleibt.

Wo sehen Sie die FDP in fünf Jahren?

Teuteberg Die FDP wird in 5 Jahren die einzige liberale Partei Deutschlands bleiben und ich arbeite daran, dass wir größer sein werden, weil wir die Zukunftsthemen von der Digitalisierung über die Bildung und die damit verbundenen Herausforderungen mit den klarsten Programmen angehen. Und ich hoffe, dass die Populisten von rechts und links entlarvt und vom Wähler auf Normalmaß geschrumpft worden sind.

Gregor Mayntz führte das Kurzinterview