Energiepreise um 38 Prozent gestiegen Inflation lässt im Juni etwas nach – doch Entwarnung gibt es noch lange nicht

Berlin · Tankrabatt, Neun-Euro-Ticket und geringere Ölpreise haben die Inflation in Deutschland im Juni gedämpft. Die Inflationsrate sank auf 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Doch Ökonomen geben für die Zukunft noch keine Entwarnung – und gefühlt ist die Inflation viel höher.

 Christine Lagarde, Präsidentin der Europäiaschen Zentralbank (EZB), steht mächtig unter Druck.

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäiaschen Zentralbank (EZB), steht mächtig unter Druck.

Foto: dpa/Daniel Roland

Im Mai war die Teuerungsrate mit 7,9 Prozent so hoch ausgefallen wie seit dem Winter 1973/74 nicht mehr. Im April betrug sie 7,4 Prozent. Energie verteuerte sich im zu Ende gehenden Monat Juni mit 38,0 Prozent nicht mehr ganz so stark wie im Mai mit 38,3 Prozent. Nahrungsmittel kosteten dagegen 12,7 Prozent mehr als im Juni 2021. Hier hat sich der Preisauftrieb sogar noch einmal beschleunigt (Mai: plus 11,1 Prozent).