In Berlin hat Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft ihre Tarifverhandlungen weiter geführt.

Nach Streit um Lohnerhöhung : Fortsetzung der Bahn-Tarifrunde mit Gewerkschaft EVG

Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben in Berlin ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Sie waren im Streit um die geforderte Lohnerhöhung unterbrochen worden.

Am Montag folgte ein vierstündiger Warnstreik, der den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmlegte.

„Wir werden die Tarifverhandlungen jetzt fortsetzen mit dem festen Willen, am Verhandlungstisch ein Ergebnis zu erzielen“, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba vor Beginn der Gespräche.

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete es als gutes Signal, dass man wieder am Verhandlungstisch sitze. Beide Seiten hätten „weitestgehend die Lösungen für die 37 Forderungen der EVG gefunden, wir haben noch ein kleines Stück vor uns.“ Beide Parteien müssten sich aufeinander zubewegen. „Wir werden versuchen, das so rasch wie möglich zu schaffen“, fügte er hinzu.

Bei den parallel in Eisenach laufenden Tarifgesprächen mit der Lokführergewerkschaft GDL in Eisenach sei man „auf einem ganz guten Weg“. Er sei „durchaus zuversichtlich, dass wir dort zu einem Ergebnis kommen“, sagte Seiler.

Die GDL war wie die EVG mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Bahn hatte eine Entgelt-Erhöhung in zwei Stufen angeboten: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Die EVG bestand auf einer höheren Prozentzahl für die erste Stufe.

(özi/dpa)
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