Bayern ist Spitze, NRW das Schlusslicht: Immer mehr Väter nutzen das Elterngeld

Bayern ist Spitze, NRW das Schlusslicht : Immer mehr Väter nutzen das Elterngeld

Immer mehr Väter in Deutschland bekommen Elterngeld. Allerdings unterscheidet sich die Bezugsdauer deutlich von der der Frauen. Und auch regional gibt es erhebliche Unterschiede.

Mehr als jeder vierte Vater (181.000) der rund 663.000 im Jahr 2011 geborenen Kinder habe diese Leistung bezogen, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Das sind rund zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie.

Allerdings: Drei von vier Vätern (77 Prozent) bezogen das Geld für maximal zwei Monate, nur knapp 7 Prozent nahmen die Leistung für ganze zwölf Monate in Anspruch. Zum Vergleich: Mütter bekamen zu 95 Prozent Elterngeld, neun von zehn bezogen das Elterngeld für zwölf Monate.

Vor allem in Bayern (35,8 Prozent) und Sachsen (35,6 Prozent) beantragten Väter das Geld. Schlusslicht war das Saarland mit 17,5 Prozent. In Jena (Thüringen/47,2 Prozent) und im Landkreis Cham (Bayern/46,2 Prozent) beteiligte sich fast jeder zweite Vater, in Hagen und Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) nur jeder zehnte.

Im Durchschnitt erhielten Väter, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, im ersten Bezugsmonat 1204 Euro. Das ist deutlich mehr als bei Müttern (868 Euro). In den meisten süddeutschen und westdeutschen Kreisen betrug der durchschnittliche Anspruch mehr als 1200 Euro.

Die Kreise, in denen dieser niedriger als 1000 Euro war, lagen den Statistikern zufolge vor allem in Ostdeutschland. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem zuvor bezogenen Einkommen.

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(dpa)