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Althaus nimmt Amtsgeschäfte wieder auf: "Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut"

Althaus nimmt Amtsgeschäfte wieder auf : "Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut"

Erfurt (RPO). Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat viereinhalb Monate nach seinem folgenschweren Skiunfall in Österreich seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Der 50 Jahre alte CDU-Politiker sagte auf einer Pressekonferenz, der Skiunfall vor dreieinhalb Monaten habe sein Leben nachhaltig verändert.

Jetzt aber sei konsequentes Handeln wichtig, und dem werde er sich in den nächsten Tagen und Wochen weiter widmen. "Ich fühle mich fit, ich fühle mich gut", sagte Althaus. Er habe einiges dafür getan, dass er sein Amt wieder in vollem Umfang ausführen könne. Bereits für Freitag kündigte der Thüringer Ministerpräsident Gespräche mit Opel über die Zukunft des Automobilwerks in Eisenach an.

Unterstützungspaket für Opel angekündigt

Althaus sagte, er habe selbst Gespräche mit Daimler-Chef Dieter Zetsche geführt, die aber leider nicht erfolgreich abgeschlossen worden seien. Aber die Suche nach Investoren gehe weiter. Das Land habe Opel ein Unterstützungspaket angeboten. Das Gespräch am Freitag werde mit Opel-Chef Hans Demant geführt. Althaus betonte, er hoffe auf weitere positive Absprachen. Die Technologieentwicklung müsse verstärkt werden.

Zahlreiche Termine noch in dieser Woche

Noch für diese Woche kündigte Althaus "viele Gespräche mit Bürgern und Institutionen" an. Bereits am Montag stehe eine Sitzung des CDU-Landesvorstands an. Am Dienstag stehe die erste Kabinettssitzung nach seiner Rückkehr an. Auch sollten in dieser Woche eine große Klinik in Rudolstadt und ein Turboladerwerk eröffnet werden. Auch in die Bundespolitik will Althaus mit der Teilnahme an der nächsten CDU-Präsidiumssitzung wieder eingreifen.

Ausdrücklich dankte er Finanzministerin Birgit Diezel, die ihn vertreten hatte, und dem ganzen Kabinett, dass sie in seiner Abwesenheit in Geschlossenheit und Klarheit gehandelt hätten. "Ich freue mich, dass ich wieder auf der Bühne und in Verantwortung stehe", fügte Althaus hinzu. An Rücktritt habe er nicht gedacht, antwortete er auf eine entsprechende Frage. Im Übrigen habe er mit der Familie der bei seinem Skiunfall ums Leben gekommenen Frau in letzter Zeit Kontakt gehalten. Aus dem Gutachten ergebe sich, dass er Schuld trage, sagte Althaus. Die erkenne er an, er selbst habe keine Erinnerung an den Unfall.

Hier geht es zur Infostrecke: Dieter Althaus: Vom Unfall bis zur Rückkehr

(AP)