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Heute Journal: Thomas de Mazière provoziert mit Aussagen zu Flüchtlingen

Minister beklagt schlechtes Benehmen : De Mazière provoziert mit Aussagen zu Flüchtlingen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat in einem Interview das Verhalten einiger Flüchtlinge in Deutschland kritisiert – und damit für reichlich Diskussionsstoff in den sozialen Netzwerken gesorgt. Die einen werfen ihm Populismus vor, andere fragen, was der Minister angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen denn erwartet habe.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat in einem Interview das Verhalten einiger Flüchtlinge in Deutschland kritisiert — und damit für reichlich Diskussionsstoff in den sozialen Netzwerken gesorgt. Die einen werfen ihm Populismus vor, andere fragen, was der Minister angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen denn erwartet habe.

Es war am Donnerstagabend im "Heute Journal" des ZDF, als Thomas de Maizière zur aktuellen Flüchtlingskrise Stellung nahm. Denn an diesem Tag hatte der Bundestag erstmals über das Maßnahmenpaket der Bundesregierung beraten. Als aber die Sprache auf die große Zahl der unregistrierten Flüchtlinge kam, da äußerte der Bundesinnenminister plötzlich Kritik.

Innenminister Thomas de Maizière im heute journal: "Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar bei uns zu sein. Jetzt gibt es schon viele, die glauben, sie können sich selbst zuweisen." heute.de/40362388

Konkret sagte de Maizière: "Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar bei uns zu sein. Sie haben gefragt, wo ist die Polizei, wo ist das Bundesamt. Wo verteilt Ihr uns hin. Jetzt gibt es schon viele Flüchtlinge, die glauben, sie können sich selbst irgendwohin zuweisen. Sie gehen aus Einrichtungen raus, sie bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um Hunderte von Kilometern durch Deutschland zu fahren. Sie streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt, sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt, sie prügeln in Asylbewerbereinrichtungen."

Der Minister fügte noch hinzu, dass das "noch eine Minderheit" sei, aber: "Wir verlangen eine Ankommenskultur".

In den sozialen Netzwerken werden die Aussagen des Ministers seither heftig diskutiert. So etwa unter dem Facebook-Posting der ARD-Tagesschau zum Thema. "Solch polemische Aussagen sind kontraproduktiv" heißt es dort etwa in den Kommentaren oder auch: "Ein Minister sollte alles tun, um Zuspitzungen zu vermeiden und sie nicht heraufbeschwören".

Auch bei Twitter wird über die Aussagen diskutiert, de Maizière mache den Seehofer, twittert etwa ein User.

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Ähnlich wird auch unter dem Tagesschau-Posting von einigen argumentiert, so mancher Kritiker der aktuellen Asylpolitik sieht sich bestätigt. "Das hab ich doch von Anfang an gesagt. Damals wurde ich wegen meiner Meinung übelst angegangen", heißt es etwa in einem Kommentar. Viele andere wiederum werfen dem Minister Populismus vor: "Und wieder einer aus der CDU/CSU-Ecke, der den Rechtspopulismus bedient .... Überraschend ist das nicht mehr. Schon lange nicht mehr..."

Hier geht es zur Infostrecke: Das ist das Milliarden-Paket der Bundesregierung zur Flüchtlingshilfe

(das)