Debatte um härteren Lockdown Augen zu und durch!

Meinung | Düsseldorf · Möglicherweise beraten Bund und Länder doch kurzfristig über die Corona-Maßnahmen und nicht erst im neuen Jahr. Denn die geltenden Beschränkungen wirken nicht ausreichend. Die Leopoldina sieht keine Alternative zu einem harten Lockdown – und hat damit wohl leider recht.

 Stühle eines Restaurants stehen hinter einem Gitter (Symbolfoto).

Stühle eines Restaurants stehen hinter einem Gitter (Symbolfoto).

Foto: dpa/Oliver Berg

Ein härterer Lockdown scheint sich anzukündigen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt ihn dringend, und Bundeskanzlerin Angela Merkel will ihn. Bund und Länder werden wohl kurzfristig darüber beraten, vielleicht schon am Donnerstag. In der Debatte zeigt sich auch ein politisches Scheitern. Nach einem eher unbeschwerten Sommer stiegen die Infektionszahlen stark. Für November wurde ein Wellenbrecher-Lockdown angeordnet, um die Kurve wieder nach unten zu drücken und Weihnachten wie gewohnt zu ermöglichen. Beides ist, trotz einer Verlängerung der Maßnahmen, nicht geglückt.