Hambacher Forst bleibt: Interview mit Aktivistengruppe "Ende Gelände"

Hambacher Forst bleibt : „Ein Erfolg für zivilen Ungehorsam“

Im Rahmen ihrer Kohle-Einigung haben Bund und Länder entschieden, dass der Hambacher Forst dem Tagebau nicht weiter weichen muss. Ein Erfolg für den zivilen Ungehorsam, meint ein Sprecher der Gruppe „Ende Gelände“.

Der Hambacher Forst bleibt. Wie groß ist die Feierlaune bei Ihnen?

Johnny Parks Wir verbuchen diese Entscheidung als einen Erfolg für zivilen Ungehorsam. Dass der Hambacher Forst bleibt, zeigt, dass Aktivismus etwas bringen kann.

Was bedeutet das für ihr künftiges Engagement?

Parks Die Entscheidung der Politik hat unseren Aktivismus gestärkt. Auch Außenstehende haben gesehen, dass es sich lohnt, sich für etwas einzusetzen. Aber die Klimakrise ist natürlich nicht bewältigt. Man sieht, wie Australien brennt, und trotzdem wollen wir mit dem Kraftwerk Datten 4 noch mehr Kohle verbrennen.

Wie wird es konkret weitergehen für Sie? Werden Sie den Hambacher Forst nun räumen?

Parks Ich kann nicht für alle Menschen sprechen, die im Wald leben oder sich dort aufhalten. Jeder ist eigenständig und entscheidet selbst. Ich gehe aber davon aus, dass der Freiraum, der erkämpft wurde, auch behalten wird.

Wird Datteln 4 ein neuer Schwerpunkt ihrer aktivistischen Arbeit?

Parks Dazu kann ich noch nichts sagen.

Johnny Parks ist 18 Jahre alt, lebt in München und ist Sprecher der Gruppe „Ende Gelände“.