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Hackerangriff in Deutschland: Luise Amtsberg wehrt sich gegen die Hacker und rechnet mit ihnen ab

„Ihr seid abgründig“ : Grünen-Politikerin rechnet nach Datenklau-Skandal mit Hackern ab

Der Hackerangriff auf Politiker und Prominente hat für Entsetzen bei den Betroffenen gesorgt. Jetzt hat sich Grünen-Politikerin Luise Amtsberg, selbst Opfer der Veröffentlichung, geäußert.

Sensible Inhalte von Politiker und Prominenten waren es, die durch Hacker in den vergangenen Wochen publik gemacht wurden. Der große Datenskandal von Adressen, Handynummern, Fotos, Impfausweisen und vielem mehr hat in Deutschland für eine Menge Aufsehen gesorgt.

Hier mehr über den großen Hackerangriff in Deutschland nachlesen

Jetzt hat sich die Grünen-Politikern Luise Amtsberg auf Instagram zu dem massiven Eingriff in die Privatsphäre geäußert. In einer Story schrieb sie eine Nachricht an die Hacker. Sie beginnt noch relativ freundlich: „Hallo Menschen, die Daten und Privates von mir, meinen Kolleg*innen und anderen Menschen geklaut und veröffentlicht habt“, schrieb Amtsberg. Nicht nur von der flüchtlingspolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag wurden Datensätze veröffentlicht, sondern auch von zahlreichen Promis und weiteren Politikern. Darunter auch Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, TV-Moderator Jan Böhmermann und noch viele, viele weitere.

Im zweiten Teil der Nachricht wurde Amtsberg dann etwas rauer im Ton, aber wer kann ihr es verübeln. „Ihr seid abgründig, bemitleidenswert und auch noch ganz schön feige.“ Natürlich, so Amtsberg, hätten die Hacker die Betroffenen an einem wunden Punkt getroffen, „wenn ihr in unsere Schlaf- und Wohnzimmer und auf unsere Konten guckt“. Es gehe die Hacker einen „Scheißdreck“ an, was „wir im Privatleben denken oder wem wir was schreiben“. Dann hat sie noch eine klare Botschaft: „Sucht euch ein Leben und hört auf, das anderer schwer zu machen.“

Auch einen Tag nach Bekanntwerden schlägt der große Datenklau hohe Wellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wusste schon seit Dezember von dem Vorfall (hier mehr dazu erfahren). Nun hat sich auch Bundesjustizministerin Katerina Barley für einen Gesetzesüberprüfung ausgesprochen. „Wir prüfen, inwieweit hier schärfere gesetzliche Vorgaben sinnvoll und erforderlich sind“, sagte die SPD-Politikerin der „Welt am Sonntag“. Hersteller und Plattformbetreiber müssten hohe Sicherheitsstandards und regelmäßige Updates gewährleisten.

(mja)