CSU-Chef Horst Seehofer: "Guttenberg kann Minister werden"

CSU-Chef Horst Seehofer : "Guttenberg kann Minister werden"

Unmittelbar vor der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth hat der Parteichef und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer eine mögliche Berufung von Karl-Theodor zu Guttenberg in sein Kabinett ins Gespräch gebracht.

"Ich werde mich im Jahr 2012 sehr darum bemühen, dass wir zu gegebener Zeit den Karl-Theodor wieder auch für eine aktive Rolle in der CSU gewinnen", kündigte Seehofer im Bayerischen Rundfunk an. In anderen Interviews bekräftigte er die Stoßrichtung. Wenn Guttenberg "zur Teamarbeit bereit" sei, so Seehofer, könne er eine herausgehobene Funktion anstreben. Auch ein Ministeramt sei dann denkbar.

Guttenberg war im März wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit als Bundesverteidigungsminister zurückgetreten. Seine Rückmeldung per Interview-Buch im November hatte in der CSU Verärgerung ausgelöst, da Guttenberg seine Partei darin heftig kritisierte. Es sei eine "Verhöhnung früherer Träume", wenn sich die CSU angesichts ihrer Wahlergebnisse immer noch als Volkspartei bezeichne, hatte Guttenberg gesagt.

Diese Äußerungen seien "nicht sehr hilfreich" gewesen, räumte Seehofer ein. Trotzdem wolle und dürfe er hier "nicht nachtreten". Neben Guttenberg will Seehofer auch den Euro-Rebellen Peter Gauweiler wieder für aktive Mitarbeit in der Partei gewinnen. Beide sollten "an vorderster Front wieder zur Verfügung stehen". Schließlich seien sie für die Christsozialen "sehr wertvoll", stellte Seehofer fest.

(RP/felt)