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Grüne unterstützen Klimaklagen von Umweltschützern gegen Autobauer

„Konsequenz der Tatenlosigkeit der großen Koalition“ : Grüne unterstützen Klimaklagen von Umweltschützern gegen Autobauer

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Greenpeace wollen gegen vier deutsche Großkonzerne klagen. Diese Konzerne – stellvertretend für viele – müssten ihren klimagerechten Umbau „deutlich“ beschleunigen, forderten die Organisationen. Die Grünen unterstützen das Vorhaben.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter unterstützt die angekündigten Klimaklagen von Umweltverbänden gegen die Autokonzerne VW, BMW und Mercedes-Benz sowie den Mineralölproduzenten Wintershall Dea. „Das rechtliche Vorgehen der Verbände ist die Konsequenz der Tatenlosigkeit der großen Koalition“, sagte Hofreiter dem „Spiegel“. Es sei fahrlässig, dass die Bundesregierung keinen Rahmen für das Ende des Verbrennungsmotors gesetzt habe.

„Das muss die nächste Bundesregierung endlich in Angriff nehmen, sodass ab 2030 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden“, sagte Hofreiter weiter. Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe wollen mit den angekündigten Klimaklagen erreichen, dass die Autobauer ab November 2030 keine Verbrenner mehr verkaufen. Wintershall Dea soll die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasquellen bis 2026 beenden.

BMW erklärte nach einer ersten Prüfung am Freitag, die Berechnungen und Vorwürfe der Umweltschützer seien „für uns nicht nachvollziehbar“. Die von der DUH bis Ende Oktober geforderte Erklärung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren werde BMW nicht abgeben. Für diesen Fall hat die DUH angekündigt, die Klimaklage gegen BMW einzureichen. Die DUH will gegen BMW, Mercedes-Benz und Wintershall Dea klagen, Greenpeace gegen VW.

(ala/AFP)