Groko-Verhandlungen: Union und SPD beraten zunächst getrennt über letzte Streitthemen

Koalitionsverhandlungen: Union und SPD beraten zunächst getrennt über letzte Streitthemen

Union und SPD sind am Samstagvormittag in ihren Koalitionsverhandlungen zu getrennten Vorberatungen zusammengekommen. Dabei dürfte über Lösungswege für die verbliebenen wichtigen Streitpunkte diskutiert werden.

Offen ist etwa noch, wie es in den vom SPD-Parteitag geforderten Punkten der Abschaffung einer "Zwei-Klassen-Medizin" und dem Ende von grundlos befristeten Jobs Kompromisse geben kann. In den Sitzungen dürfte es auch um eine Dissensliste mit den wichtigsten offenen Streitpunkten gehen.

Gegen 12 Uhr will die 15er-Runde der Spitzenunterhändler von CDU, CSU und SPD mit den Arbeitsgruppen "Landwirtschaft", "Kommunen, ländlicher Raum" sowie "Wohnungsbau, Mieten, Stadtentwicklung" über deren Verhandlungsergebnisse beraten.

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Nachdem auch der geschäftsführende Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in der CDU-Zentrale erschienen sind, wird erwartet, dass auch die Beratungen über eine Lösung bei den verbliebenen Gesundheitsthemen weitergehen.

Ob es, wie ursprünglich im Zeitplan vorgesehen, bis diesen Sonntag tatsächlich eine endgültige Einigung gibt, ist weiterhin offen. Am Nachmittag sollen wieder getrennte interne Beratungen stattfinden, bevor am Abend wohl wieder die 15er-Runde tagt. Die drei Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) rechnen auf der Zielgeraden einer möglichen neuen großen Koalition noch mit schwierigen Verhandlungen.

(das/dpa)