Homöopathie Lasst Ärzten die Globuli!

Meinung | Düsseldorf · Der Deutsche Ärztetag will Homöopathie-Fortbildungen für Mediziner abschaffen. Das klingt sinnvoll, weil Globuli keine pharmakologische Wirkung nachgewiesen werden kann. Warum der Schritt dennoch voreilig ist.

 Globuli aus Zucker gehören zu homöopathischen Behandlungen.

Globuli aus Zucker gehören zu homöopathischen Behandlungen.

Foto: imago/McPHOTO/imago stock&people

Der Deutsche Ärztetag will eine klare Grenze ziehen. Zumindest haben die Delegierten bei der jährlichen Versammlung der deutschen Ärztekammern gerade entschieden, Homöopathie-Weiterbildungen künftig zu streichen. Bisher können Schulmediziner mit Facharztausbildung eine solche Fortbildung über die Ärztekammer absolvieren und dürfen dann Homöopathie mit auf ihr Praxisschild schreiben. Die berufsbegleitende Weiterbildung ist umfangreich und beinhaltet Themen wie die Erfragung von Krankheitsbildern nach homöopathischem Ansatz, die Analyse akuter und chronischer homöopathischer Behandlungsfälle, aber auch Herstellung, Prüfung und Wirkung homöopathischer Arzneimittel sowie deren Dosierungslehre. Man kann also sagen, dass Ärzte in diesen Fortbildungen lernen, auf alternative Art mit Patienten umzugehen und Menschen, die an homöopathische Behandlung glauben, geschult zu begegnen. Zugleich werden sie angeleitet, selbst entsprechende Kuren anbieten zu können.