Gesundheitsminister Spahn will einfache Hilfe bei Pflege erleichtern

Kommentar zu Gesundheitsminister Spahn : Hilfe bei der Pflege

Gesundheitsminister Jens Spahn will einfache Hilfen für Pflegebedürftige leichter zugänglich machen. Sein Vorschlag geht aber nicht weit genug.

Schon heute ist jede Hand willkommen, die bei der Pflege von Menschen helfen kann. Daher ist es zu begrüßen, dass Gesundheitsminister Spahn leichte Arbeiten für Pflegebedürftige wie Vorlesen, Einkaufen und Hausarbeit auch an fachfremde Kräfte  geben möchte. Sein Vorstoß geht aber noch nicht weit genug. Spahn will, dass zumindest  eine verwandte Qualifikation wie eine therapeutische Ausbildung vorliegt. Auch unter diesen Bedingungen  wird es schwer sein entsprechende Fachkräfte zu finden.

Was spricht eigentlich dagegen wenn Angehörige, die ja nun auch keine Fachausbildung, aber viel Verantwortungsgefühl und Aufopferungsbereitschaft gegenüber den Pflegebedürftigen besitzen, zuverlässige nicht-ausgebildete Kräfte für solche Aufgaben aussuchen und auch aus der Pflegekasse bezahlen?

Es ist wirklich Quatsch zu meinen, fürs Einkaufen, Vorlesen und für Hausarbeit müssten helfende Kräfte eine fachliche Qualifikation vorweisen, während pflegenden Angehörigen alles zugetraut und zugemutet wird. Mit einer liberaleren Regelung würde man die Angehörigen wirklich entlasten.

(qua)