Bundespräsident von Schicksal bewegt Gauck hat Mitleid mit Vorgänger Wulff

Berlin · Auch wenn er die Ermittlungen im Fall Wulff für richtig hält: Bundespräsident Joachim Gauck geht das Schicksal seines Vorgängers Christian Wulff und dessen Frau Bettina zu Herzen.

"Ich habe damals das junge Paar hier ins Schloss Bellevue einziehen sehen mit all ihren Hoffnungen, was sie vielleicht politisch bewegen könnten", sagte Gauck der "Bild" vom Montag. "Wenn ich dann heute sehe, was aus diesen Hoffnungen geworden ist, dann tut mir das menschlich leid."

Prinzipiell finde er aber, dass ein "ganz genaues Überprüfen und Hinterfragen von Politikern zu unserer politischen Kultur" gehöre, sagte Gauck. "Trotzdem bewegt mich das Schicksal von Christian Wulff und seiner Frau."

Wulff war im Februar vergangenen Jahres nach Einleitung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsnahme von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten. Gauck wurde genau vor einem Jahr zu Wulffs Nachfolger gewählt.

(AFP/felt)
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