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Zahl der Mitglieder auf 15 erhöht: Gabriel scheitert bei Wahl zum SPD-Präsidium

Zahl der Mitglieder auf 15 erhöht : Gabriel scheitert bei Wahl zum SPD-Präsidium

Berlin (RPO). Schlappe für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: Der SPD-Politiker fiel bei der Präsidumswahl seiner Partei glatt durch. Das wurde am Rande der Sitzung am Montag in Berlin aus Teilnehmerkreisen bekannt.

Von 42 Stimmberechtigten votierten am Montag in Berlin nur 16 für den Minister. In Parteikreisen hieß es, verantwortlich dafür sei der Widerstand der Parteilinken und "parteiinterne Taktik" gewesen. Parteichef Kurt Beck, der sich für Gabriel ausgesprochen hatte, wies diese Darstellung allerdings zurück. Es sei durchaus normal, dass ein Kandidat durchfalle, wenn es mehr Bewerber als Plätze gebe.

Beck hatte eine Erweiterung des Präsidiums auf nunmehr 16 Plätze selbst angeregt und räumte ein, "dass ich es natürlich gerne gehabt hätte, wenn Sigmar Gabriel gewählt worden wäre. Das ist keine Frage." Bei einer "überschaubaren Größenordnung von Wahlberechtigten" könne man aber nicht von taktischen Spielchen reden. Außerdem sei es bewusst darum gegangen, den Frauen-Anteil im Präsidium zu stärken.

Ins Präsidium wurden Bärbel Dieckmann (Nordrhein-Westfalen), Elke Ferner (Saarland), Hannelore Kraft (Nordrhein-Westfalen), Barbara Ludwig (Sachsen), Franz Maget (Bayern), Christoph Matschie (Thüringen), Martin Schulz (Nordrhein-Westfalen), Ralf Stegner (Schleswig-Holstein), Ute Vogt (Baden-Württemberg) und Andrea Ypsilanti (Hessen) gewählt.

Dem Führungsgremium gehören außerdem Parteichef Beck, seine Stellvertreter Andrea Nahles, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier sowie SPD-Generalsekretär Hubertus Heil und Schatzmeisterin Barbara Hendricks an.

Zudem soll künftig der jeweilige Vorsitzende des Forums Ost in der SPD beratend an den Sitzungen des Präsidiums teilnehmen, wie Beck erklärte. "Das ist eine Aufwertung für das Forum Ost".

(afp)