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Frontex stößt Hilfe für Griechenland an - EU-Staaten gefordert

Dramatische Lage an Grenze : Frontex stößt Hilfe für Griechenland an - EU-Staaten gefordert

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat wegen der dramatischen Lage an der türkisch-griechischen Grenze Hilfe in Aussicht gestellt. Auf Bitten Griechenlands habe er eine rasche Intervention auf den Weg gebracht, teilte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri mit.D

Derzeit hänge die Arbeitsweise der Agentur noch vollständig von den EU-Mitgliedsstaaten ab. Diese könnten auf einen Stab mit 1500 Einsatzkräften sowie auf Ausrüstung zugreifen. Die EU-Staaten hätten fünf Tage Zeit, Personal zu schicken - und zehn Tage für die Ausrüstung.

Frontex wiederum habe erst vom kommenden Jahr an die Möglichkeit, selbst auf 700 Beamte des europäischen Grenz- und des Küstenschutzes zuzugreifen. Dann gebe es mehr Flexibilität. Frontex habe aber bereits jetzt Überwachungspersonal an die griechische Grenzen geschickt und werde zudem Personal von anderen Missionen abziehen, um schnelle Hilfe zu leisten.

„Frontex arbeitet jetzt eng mit Griechenland zusammen, um den endgültigen Einsatzplan für die schnelle Intervention fertigzustellen“, teilte die Behörde weiter mit. Ziel sei es, die Außengrenze der EU zu stützen, sagte Leggeri. Zudem werde Griechenland bei der Registrierung von Migranten und Sicherheitschecks geholfen.

Griechische Sicherheitskräfte versuchen seit dem Wochenende, illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen zu verhindern. Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass für Migranten die Tore zur EU geöffnet seien. Daraufhin hatte es einen Ansturm von Menschen auf die griechisch-türkische Grenze gegeben. Wegen der Lage hatte Griechenland zusätzliche Hilfe von Frontex beantragt.

(ala/dpa)