Friedrich Merz: „Wir wollen einen belebenden und lebhaften Streit“

Friedrich Merz erklärt sich : „Wir wollen einen belebenden und lebhaften Streit“

Friedrich Merz hat am Mittwoch in Berlin in der Bundespressekonferenz erstmals öffentlich über seine Kandidatur für das Amt des CDU-Vorsitzenden gesprochen. Kritik an seiner Arbeit für einen Vermögensverwalter wies er zurück.

Der frühere Unionsfraktionschef sagte am Mittwoch in Berlin, er sei im Gespräch mit CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die intern beide eine eigene Kandidatur angekündigt hatten.

Merz sagte: „Wir gehen alle drei davon aus, dass wir einen für die CDU belebenden und lebhaften Streit miteinander austragen, aber fair und anständig - auch in verschiedenen Formaten.“ Er könne sich vorstellen, dass sich alle drei Kandidaten in Regionalkonferenzen der Diskussion mit den Mitgliedern stellen.

Erklärung im Wortlaut: Angela Merkel verzichtet auf den CDU-Parteivorsitz

Kritik an seiner Tätigkeit für den Vermögensverwalter Blackrock wies er zurück. Blackrock sei keine "Heuschrecke", sondern verwalte treuhänderisch Einlagen von Hunderttausenden privaten Kunden, sagte Merz am Mittwoch in Berlin. Er sehe "keinerlei Konfliktlage". Der CDU-Politiker ist bislang Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland. "Ich beaufsichtige diese Firma in Deutschland, aber ich führe sie nicht." Ein ausführliches Porträt über Friedrich Merz lesen Sie hier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach Stimmenverlusten bei der Landtagswahl in Hessen am Montag angekündigt, auf dem nächsten Parteitag im Dezember in Hamburg nicht mehr für den CDU-Vorsitz zu kandidieren.

(csi/dpa)
Mehr von RP ONLINE