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Friedrich Merz nach Schlüsselbeinbruch operiert​ - Sportunfall im Urlaub

Sportunfall im Urlaub : Friedrich Merz nach Schlüsselbeinbruch operiert

In seinem Urlaub in Bayern hat sich CDU-Chef Friedrich Merz das Schlüsselbein gebrochen. Nach einer Operation sei er auf dem Weg der Genesung, heißt es.

CDU-Chef Friedrich Merz hat sich im Urlaub in Bayern das Schlüsselbein gebrochen. Nach dem Unfall am Donnerstag wurde er deswegen am Freitagmorgen operiert. Merz habe sich die Verletzung bei einem Sportunfall zugezogen, teilte ein Sprecher des 66-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Die Operation sei erfolgreich verlaufen, hieß es weiter. Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, sei auf dem Weg der Genesung. Dem Vernehmen nach musste Merz nicht mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden. Der CDU-Vorsitzende hatte in den vergangenen Tagen noch aus dem Urlaub heraus der dpa ein Interview gegeben. Zudem ist bekannt, dass er gerne Laufen und Schwimmen geht sowie gerne Rad fährt.

Der Schlüsselbeinbruch - Fachausdruck: Klavikulafraktur - zählt zu den häufigsten Knochenbrüchen. Das etwa 12 bis 15 Zentimeter lange, s-förmige Schlüsselbein liegt zwischen Schulter und Brustbein. Zu Brüchen kommt es gewöhnlich dann, wenn Menschen mit großer Wucht auf die Schulter stürzen - etwa beim Radfahren. Meist bricht der Knochen am besonders dünnen mittleren Teilstück, manchmal auch in mehrere Stücke. Männer erleiden Brüche des Schlüsselbeins wesentlich häufiger als Frauen.

Nach einer solchen Fraktur lässt sich der Arm nur noch unter großen Schmerzen bewegen. Zweifelsfrei diagnostizieren lässt sich die Fraktur per Röntgenuntersuchung. Sehr häufig genügt zur Therapie der Fraktur eine Ruhigstellung mit einer Schlinge für mehrere Wochen. In anderen Fällen wird der Knochen bei einer Operation wieder in seine ursprüngliche Position gebracht, so dass er schnell verheilen kann. Fixiert wird der Knochen häufig mit Schrauben und einer Platte, mitunter auch mit Drähten und Nägeln. Die Implantate werden dann nach einigen Monaten wieder entfernt.

(boot/dpa)