Zukunft von „Fridays for Future“ Die Klimarevolution entlässt ihre Kinder

Düsseldorf · Erste Schüler geben auf, Radikale wollen die Demos kapern. Und der große Plan? Fehlt. „Fridays for Future“ kämpft 2020 auch um die eigene Zukunft. Es gibt aber Hoffnung – falls man die Zeit bis zur Bundestagswahl 2021 klug nutzt.

 Luisa Neubauer und Greta Thunberg Ende Februar bei einer Demonstration in Hamburg.

Luisa Neubauer und Greta Thunberg Ende Februar bei einer Demonstration in Hamburg.

Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Der Umbruch, in dem „Fridays for Future“ steckt, gärt seit Monaten vor sich hin. 29. November 2019, Bergisches Land: An jenem Freitag protestieren die Menschen überall auf der Welt. Sie kämpfen für eine Zukunft, in der die Regierungen das Klima besser schützen. In Berlin, Tokio, selbst in der Arktis, aber auch in Wermelskirchen. Doch dort ist die Bewegung zerfallen. Schüler kommen nicht mehr. Dafür stehen Rentner, Radfahrer und der Verein der Billardspieler am Rathaus. Auch im Rest der Republik sind die Schüler protestmüde. Nur 630.000 ziehen an jenem Novembertag durch die Straßen. Im September waren es noch 1,4 Millionen – „Fridays for Future“ hatte sich halbiert.