Fridays for Future: 12.000 Wissenschaftler unterstützen Schülerbewegung

Fridays for Future : 12.000 Wissenschaftler unterstützen Schülerbewegung

Für Freitag rufen die Organisatoren der wöchentlichen Klima-Proteste zum bislang größten internationalen Schulstreik auf. Aus der Forschung erhalten sie großen Beistand. „Wir sind Profis und sagen: Die junge Generation hat Recht“, sagt ein Wissenschaftler.

Mehr als 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen in einer gemeinsamen Stellungnahme die Klimabewegung „Fridays for Future.“ Am Freitag soll eine Liste der unterstützenden Forscher an die Umweltaktivisten übergeben werden. „Ärzte haben die Aufgabe, Leben zu schützen und auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen. Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr“, warnte Unterstützer Eckart von Hirschhausen, Arzt und Wissenschaftsjournalist am Dienstag in Berlin.

Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag während der Unterrichtszeit unter dem Motto „Fridays For Future“ für den Klimaschutz.

„Wir sind die Profis und sagen: Die junge Generation hat Recht“, sagte Volker Quaschning, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in Bezug auf eine Äußerung von FDP-Chef Christian Lindner. Lindner schrieb, dass man von Kindern und Jugendlichen nicht erwarten könne, die Zusammenhänge der Klimakrise zu verstehen. Das sei eine Sache für Profis.

Die Organisatoren von #FridaysForFuture wollen am Freitag so umfassende internationale Schulstreiks auf die Beine stellen wie noch nie zuvor. Bislang sind Kundgebungen in mehr als 1200 Städten in 92 Ländern geplant, wie aus einer Liste des globalen Netzwerks hervorgeht. Allein in Deutschland sind mehr als 180 Proteste angesetzt.

(cpas/dpa)