„Mit Bravour umgesetzt“ Fregatte „Hessen“ nach Einsatz im Roten Meer zurück in Wilhelmshaven

Update | Berlin · Die Fregatte „Hessen“ hat ihren Kampfeinsatz zum Schutz von Handelsschiffen gegen Angriffe der Huthi-Miliz im April planmäßig beendet. Nun ist das Schiff wieder in der Heimat.

 Die Fregatte „Hessen“ auf einem Archivbild.

Die Fregatte „Hessen“ auf einem Archivbild.

Foto: dpa/Sina Schuldt

Die deutsche Fregatte „Hessen“ ist nach Beendigung ihres Einsatzes im Roten Meer wieder zurück in Wilhelmshaven. „Welcome Back“, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Sonntag im Onlinedienst X mit. Die „Hessen“ hatte vor gut zwei Wochen ihren Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen beendet und sich zurück auf den Weg nach Deutschland gemacht. Die Fregatte war im Februar als Teil der EU-Marinemission „Aspides“ mit rund 240 Soldatinnen und Soldaten an Bord entsandt worden.

Sie eskortierte dem Verteidigungsministerium zufolge während ihres Einsatzes 27 Handelsschiffe sicher durch das Einsatzgebiet und wehrte in vier Fällen Drohnen und Flugkörpern der Huthi-Miliz ab. Insgesamt legte das Schiff demnach rund 6000 Seemeilen - über 11.000 Kilometer - im Einsatzgebiet zurück.

Ab Anfang August wird sich Deutschland nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit der Fregatte „Hamburg“ an der EU-Mission im Roten Meer beteiligen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, die Soldaten hätten ihren Auftrag „mit Bravour umgesetzt“. „Deutschland und seine Partner schauen den völkerrechtswidrigen Angriffen der Huthi-Milizen nicht tatenlos zu. Es ist auch unsere Aufgabe, den freien Handel zu schützen - und damit auch das Leben der Menschen auf den Handelsschiffen im Roten Meer“, so der SPD-Politiker am Samstag. Und: „Wir verteidigen damit die Sicherheit und Freiheit einer der wichtigsten See- und Handelswege.“ Er erwarte Schiff und Besatzung Anfang Mai in Wilhelmshaven wohlbehalten zurück. Als Nachfolgerin werde Anfang August die Fregatte „Hamburg“ für den Aspides-Einsatz gestellt.

Die Fregatte war seit dem 23. Februar im Roten Meer im Einsatz gewesen, um die zivile Schifffahrt auf der wichtigsten Seeroute von Asien nach Europa zu schützen. Die Huthi-Miliz will dort mit den Angriffen ein Ende der israelischen Militäroperation im Gazastreifen erzwingen, der eine Reaktion auf den Terrorüberfall der islamistischen Hamas am 7. Oktober ist. Wegen der Angriffe der vom Iran hochgerüsteten Huthi mieden große Reedereien die kürzeste See-Verbindung zwischen Asien und Europa zuletzt. Das hat Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden von der Hessen insgesamt 27 Handelsschiffe sicher durch das Einsatzgebiet eskortiert. Dabei sei es in vier Fällen zu einer erfolgreichen Bekämpfung von Drohnen und Flugkörpern der Huthi-Miliz gekommen. Insgesamt habe die Fregatte mehr als 11.000 Kilometer - „rund 6.000 Nautische Meilen“ - im Einsatzgebiet zurückgelegt. Die Besatzung leistete demnach zweimal medizinisch Erste Hilfe - für einen Soldaten einer Partnernation sowie für ein Besatzungsmitglied eines Handelsschiffs.

Die 143 Meter lange „Hessen“ ist mit Flugabwehrraketen ausgerüstet und wurde speziell für den Geleitschutz und die Seeraumkontrolle konzipiert. Mit seinem speziellen Radar kann das Schiff nach Angaben der Bundeswehr einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen. Die Waffensysteme sind in der Lage, Ziele auf eine Entfernung von bis zu 160 Kilometern zu bekämpfen. Sie wurde auch als Luftverteidigungsfregatte bezeichnet. Die Operation „Aspides“ war Mitte Februar durch einen Beschluss der Außenminister der 27 EU-Mitgliedstaaten gestartet worden. Pistorius hatte die Fregatte wenige Tage vor Beginn der Mission besucht und vom gefährlichsten Einsätze der Marine seit Jahrzehnten gesprochen.

(csi/dpa)
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