Festgenommene IS-Rückkehrerin war Teil eines „Schwesternnetzwerks“

Generalstaatsanwaltschaft in Celle : Festgenommene IS-Rückkehrerin war Teil eines „Schwesternnetzwerks“

Eine aus der Türkei abgeschobene mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz Islamischer Staat soll Teil eines sogenannten Schwesternnetzwerks gewesen sein. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Celle am Mittwoch mit.

Unter einem „Schwesternnetzwerk“ wird ein Netzwerk radikalisierter Frauen verstanden, die weitere Frauen für den IS gewinnen und in die Aktivitäten eingliedern. Die 30-Jährige war am Dienstagabend auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Gegen sie lag den Angaben zufolge ein Haftbefehl aus Niedersachsen vor wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Mitarbeiter des Jugendamtes nahmen ihre Kinder in Obhut.

Die Deutsch-Syrerin soll 2014 aus Niedersachsen nach Syrien gereist sein. Von dort soll sie die Ausreise mehrerer Frauen aus Deutschland in das IS-Gebiet organisiert und dort die Heirat mit IS-Kämpfern vermittelt haben. Die Frau soll im Laufe des Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Celle vorgeführt werden, der entscheidet, ob sie in Untersuchungshaft kommt.

(zim/dpa)