FDP in Thüringen: Zittern um Wählerstimmen geht weiter

Doch Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde? : Zwei Stimmen weniger in Jena - FDP in Thüringen zittert weiter

Nur wenige Wählerstimmen haben der FDP bei der Landtagswahl in Thüringen über die Fünf-Prozent-Hürde geholfen. Doch diese schwinden nun, der Einzug in den Landtag hängt am seidenen Faden.

Der Wahlausschuss in Jena hat nach einer neuen Bewertung das Stimmergebnis der Partei um zwei Stimmen nach unten korrigiert. Drei vorher für die FDP gezählten Stimmen hätten geändert werden müssen, eine Stimme habe die Partei hinzugewonnen, sagte Vize-Stadtsprecher Kristian Philler am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte die „Thüringer Allgemeine“ berichtet, dass auch der Kreiswahlausschuss Weimar das FDP-Ergebnis um vier Stimmen nach unten korrigiert habe. Sollte sich der Abzug in Weimar bestätigen, könnte die FDP den Einzug in den Landtag knapp verpassen. Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Sonntag hatte die FDP landesweit die 5-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen übersprungen.

FDP-Landesgeschäftsführer Tim Wagner verwies am Donnerstag darauf, dass in anderen Kommunen Meldefehler auch zugunsten der FDP korrigiert worden seien. Parteichef Christian Lindner teilte auf Twitter mit: „Im Saale-Holzland-Kreis gab es zugleich zehn mehr.“

Derzeit läuft die Prüfung der Wahlergebnisse in den Kreiswahlausschüssen, der Landeswahlleiter will das amtliche Endergebnis am 7. November vorlegen. Zu Zwischenergebnissen gebe es keine Stellungnahme, hieß es am Freitag.

(hebu/dpa)
Mehr von RP ONLINE