Fall Sami A.: Auswärtiges Amt bittet Tunesien um Hilfe

Fall Sami A. : Auswärtiges Amt bittet Tunesien um Hilfe

Im Fall des rechtswidrig abgeschobenen tunesischen Gefährders Sami A. ist das Auswärtige Amt erneut aktiv geworden. Die Bundesregierung bemüht sich aktuell um eine diplomatische Zusicherung Tunesiens, diesen nicht zu foltern.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, man sei nach den Gerichtsurteilen erneut mit den dortigen Behörden in Kontakt getreten, „um gemeinsam eine möglichst rasche Lösung zu finden.“

Auf Bitten des NRW-Integrationsministeriums habe man außerdem Verbalnoten an Tunesien übermittelt. Darin geht es darum, wie A. zurückgeführt werden kann und wie er in Tunesien behandelt wird.

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am vergangenen Mittwoch die Abschiebung des früheren Bin-Laden-Leibwächters letztinstanzlich für "evident rechtswidrig" erklärt. Die Behörden müssen sich deswegen darum bemühen, A. wieder nach Deutschland zu holen.

(her)
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