SPD-Generalsekretärin: Fahimi nennt Streit über Mindestlohn "völlig gaga"

SPD-Generalsekretärin : Fahimi nennt Streit über Mindestlohn "völlig gaga"

Die Debatte über den Mindestlohn kommt in der Koalition nicht zur Ruhe - nun findet SDP-Generalsekretärin Yasmin Fahimi deutliche Worte und kritisiert den Streit über mögliche Korrekturen beim Mindestlohn.

Die Debatte sei "völlig gaga", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wünsche aus der Union nach Abstrichen an dem Gesetz erteilte sie eine Absage: "Einen Mindestlohn light wird es mit der SPD nicht geben."

Die zuletzt besonders umstrittenen Regeln zur Arbeitszeiterfassung verteidigte Fahimi. Die SPD werde nicht zulassen, dass gemäß dem Gesetz zwar ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werde, die Stunde in manchen Firmen aber plötzlich 90 Minuten habe. Fahimi sprach in diesem Zusammenhang von einer "jammernden" Unternehmer-Lobby.

Mit der sogenannten Dokumentationspflicht soll nach Auffassung der SPD Missbrauch vorgebeugt werden. Die Union hält die Pflicht zur Erfassung der Arbeitszeiten jedoch für zu bürokratisch. Sie fordert eine Absenkung des Monatseinkommens, bis zu dem diese Zeit erfasst werden muss. Der gesetzliche Mindestlohn gilt seit dem 1. Januar.

(AFP)