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"Verfassungsrechtlich bedenklich": Experten: Rente mit 67 benachteiligt Frauen

"Verfassungsrechtlich bedenklich" : Experten: Rente mit 67 benachteiligt Frauen

Berlin (RPO). Vernichtendes Urteil für die Rentenpläne der Bundesregierung: Frauen sind durch die Regelungen zur Rente mit 67 benachteiligt, sagen Experten. Hintergrund ist die Möglichkeit, nach der Versicherte bei 45 Beitragsjahren wie bisher mit 65 Jahren in Rente gehen können. Das betrifft angeblich zu 85 Prozent Männer.

Wie die Bundestagspressestelle weiter mitteilte, hält der Berliner Staatsrechtler Helge Sodan das Vorhaben deswegen für verfassungsrechtlich bedenklich. Nach einer Stichprobenauswertung der Rentenversicherung für den Rentenzugang 2004 seien rund 85 Prozent derjenigen, die von der Regel hätten profitieren können, Männer gewesen, hieß es in einer Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Auch die Anhebung des Renteneintrittsalters war in der Anhörung umstritten. DGB-Chef Michael Sommer kritisierte, die Pläne der Regierung zur Beschäftigung Älterer reichten "nicht ansatzweise aus", um deren Beschäftigung zu fördern. Die Rente mit 67 werde daher nur zusätzlich Altersarmut produzieren. "Die Rente wird nicht sicher, sie wird gekürzt", sagte Sommer. Der DGB veranstaltete am Montag in Berlin eine eigene Anhörung zur Rente mit 67.

(afp2)