Europa in Terrorangst: Das ist in den letzten 24 Stunden passiert

Europa in Terrorangst : Das ist in den letzten 24 Stunden passiert

Auch fünf Tage nach den schweren Attentaten von Paris überschlagen sich die Ereignisse: In Alsfeld wurden mehrere mutmaßliche Täter festgenommen, später aber wieder freigelassen. Das Länderspiel in Hannover wurde nach ernstzunehmenden Terrordrohungen abgesagt, und im Norden von Paris gab es nach einer Razzia weitere Tote. Ein Überblick.

  • Tote und Verletzte bei Razzia in Paris: In Saint-Denis, in der Nähe des Stade de France, sind bei einem Anti-Terroreinsatz mehrere Menschen ums Leben gekommen, es gab mehrere Festnahmen. Der Einsatz gilt dem mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris. Aktuelle Information finden Sie in unserem Liveblog.
  • Länderspiel-Absage in Hannover: Das Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde überraschend abgesagt. Als Grund wurde eine ernstzunehmende Anschlagsgefahr genannnt. "Es war beabsichtigt, einen Sprengsatz im Stadion zu zünden", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe.
  • Polizei findet Bombenattrappe im Zug: Nach der Absage des Länderspiels ist die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf eine Bombenattrappe gestoßen. Die Ermittler fanden den verdächtigen Gegenstand in einem IC am Hauptbahnhof. In der Umgebung des Stadions wurde bisher kein Sprengstoff gefunden.
  • Air-France-Maschinen in den USA umgeleitet: Nach anonymen Drohungen mussten zwei französische Air-France-Flugzeuge auf dem Weg aus den USA nach Paris ihren Flug aus Sicherheitsgründen unterbrechen. Daraufhin wurden Maschinen und Passagiere vom FBI kontroliiert.
  • Engländer und Franzosen setzen Zeichen gegen den Terror: Das Länderspiel zwischen England und Frankreich im Londoner Wembley Stadion ging wie geplant über die Bühne. Fans beider Nationen sangen lauthals die "Marseillaise" und erinnerten mit einer Schweigeminute an die Attentate von Paris.
  • Frankreich zieht besondere Klausel: Auch politisch folgen neue Reaktionen auf die schweren Anschläge. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU hat ein Land die Beistandsklausel des EU-Vertrags gezogen. Frankreich bittet damit offiziell um die Hilfe anderer EU-Staaten im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
  • Polizeieinsätze im Raum Aachen: Im Rahmen der Fahndung nach den flüchtigen Attentätern ist es am Dienstag in Alsdorf bei Aachen zu mehreren Festnahmen gekommen. Die Verdächtigen wurden jedoch bereits wieder freigelassen.

Hier finden Sie unser Dossier rund um die Anschläge in Paris.

(gol)