Erster EU-Gipfel in der Region Die zwei Seiten des westlichen Balkans

Brüssel · Eine EU-Mitgliedschaft gilt in den sechs Westbalkan-Staaten als Lösung für vieles. Doch vor dem ersten EU-Gipfel an diesem Dienstag in Tirana blickt Brüssel vor allem auf Probleme in und durch die Region.

Im Vorfeld des EU-Gipfels demonstrativ im Westbalkan unterwegs: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hier am Donnerstag mit Erzbischof Anastasios Yannoulatos in Tirana.

Im Vorfeld des EU-Gipfels demonstrativ im Westbalkan unterwegs: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hier am Donnerstag mit Erzbischof Anastasios Yannoulatos in Tirana.

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Tirana gehört nicht zu den Hauptreisezielen der europäischen Spitzenpolitik. Gleichwohl bestiegen Heerscharen von EU-Bediensteten und Regierungsbeamten der EU-Mitgliedsländer am Montag Flieger Richtung albanische Hauptstadt. Bei ihrem letzten EU-Westbalkan-Gipfel im Sommer hätten die Gipfelteilnehmer den Eindruck gewonnen, die Zeit sei „reif für den ersten Gipfel in der Region“, schilderte ein EU-Beamter im Vorfeld in Brüssel. Und so treffen denn an diesem Dienstag die Staats- und Regierungschefs der EU in Tirana ein - und nun doch mit allen Hauptverantwortlichen der sechs West-Balkanländer zusammen.