Erzieher-Mangel: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schlägt höheres Gehalt vor

"Das würde viel verändern": Giffey schlägt 500 Euro mehr für Erzieher vor

In den nächsten Jahren fehlen bundesweit etwa 300.000 Erzieher. Bundesfamilienministerin Giffey schlägt deshalb vor, das Einstiegsgehalt um einige Hundert Euro zu erhöhen - damit mehr Menschen den Beruf ergreifen wollen.

"Wenn jeder 500 Euro brutto mehr hätte, das würde viel verändern", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) der Wochenzeitung "Die Zeit" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Das derzeitige Einstiegsgehalt von Erziehern beträgt demnach im Schnitt etwa 2600 Euro brutto monatlich. Giffey hofft, durch mehr Geld den Beruf attraktiver zu machen. "Ich will, dass wir in diese Richtung gehen und soziale Berufe insgesamt aufwerten."

Die Erhöhung ist in den Augen der Ministerin gerechtfertigt, weil die Kitas eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der Kinder spielten. "Die Kita ist die erste Bildungseinrichtung für ein Kind, und dafür braucht es bestes pädagogisches Personal - Erzieher stellen gemeinsam mit den Eltern Weichen für ein ganzes Leben", sagte Giffey. Laut dem kürzlich erschienenen nationalen Bildungsbericht fehlen bis 2025 deutschlandweit etwa 300.000 Erzieher.

(wer/AFP)
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