Ermittlungen gegen Niedersachsens AfD-Chef Hampel eingestellt

Entlastendes Beweismaterial bei Razzia gefunden: Ermittlungen gegen Niedersachsens AfD-Chef Hampel eingestellt

Am Montag waren sowohl die Privatwohnung des niedersächsischen AfD-Chefs als auch die Landesgeschäftsstelle der niedersächsischen AfD durchsucht worden. Nun ist das Ermittlungsverfahren bereits wieder eingestellt worden.

Das Ermittlungsverfahren sei "hinsichtlich aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingestellt" worden, teilte die Ermittlungsbehörde am Freitag mit. Soweit zunächst ein Anfangsverdacht gegen Hampel bestanden habe, habe "sich dieser durch die unter allen rechtlichen Gesichtspunkten geführten und schnellstmöglich abgeschlossenen Ermittlungen nicht bestätigt".

Bereits kurz nach der Durchsuchung sei "einer der gegen Hampel mit Strafanzeige aus April erhobenen Vorwürfe entkräftet worden, da die Durchsuchung zum Auffinden entlastenden Beweismaterials geführt hatte", erklärte die Staatsanwaltschaft.

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Hampel war in diesem Fall zur Last gelegt worden, ein professionelles Kameraequipment nebst Zubehör an den AfD-Landesverband verkauft und nicht geliefert haben. In der AfD-Landesgeschäftsstelle wurde aber aber ein solches Equipment und an Hampels Privatanschrift eine entsprechende Rechnung gefunden. Ein zweiter Vorwurf hatte gelautet, Hampel habe einen Wahlwerbespot doppelt beim Landesverband abgerechnet.

Hampel sagte, die Ermittlungen und vor allem die damit verbundene Durchsuchung seines Hauses seien für ihn und seine Familie sehr belastend gewesen. Der Bundestagsabgeordneter ist auch Mitglied des Bundesvorstandes der AfD.

(ate/dpa/afp)