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Entwicklungsminister Müller: „Steigende Zahlen bei Kinderarbeit sind alarmierend“

Entwicklungsminister Müller : „Die steigenden Zahlen bei der Kinderarbeit sind alarmierend“

Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit an diesem Samstag hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auf die dramatische Lage für viele Kinder hingewiesen. Die Corona-Pandemie habe die Situation für die Kinder weiter verschlechtert.

„Die steigenden Zahlen bei der Kinderarbeit sind alarmierend. Wir können es nicht einfach so hinnehmen, dass 160 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten müssen“, sagte Müller (CSU) den Funke-Zeitungen. Die Corona-Pandemie habe die Situation für die Kinder weiter verschlechtert.

„In Afrika ist die Lage am dramatischsten. Dort muss beinahe jedes fünfte Kind arbeiten“, sagte Müller. „Viele von ihnen schuften auch für unseren täglichen Konsum: auf Kaffee- oder Kakaoplantagen oder in Coltan-Minen für unsere Handys.“

Mit einem am Freitag vom Bundestag verabschiedeten Lieferkettengesetz sollen Unternehmen ihrer globalen Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards besser nachkommen. „Das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit muss in den Lieferketten eingehalten werden“, sagte Müller. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Kinderarbeit. Denn es ist nicht hinnehmbar, dass unser Wohlstand auf Ausbeutung und Kinderarbeit beruht.“

(lha/dpa)