1. Politik
  2. Deutschland

Donald Trump will Berichte über Tod von Sohn bin Ladens nicht kommentieren

Nach Medienberichten : Trump will Berichte über Tod von Sohn bin Ladens nicht kommentieren

US-Präsident Donald Trump hat es abgelehnt, Berichte über den möglichen Tod von Hamsa bin Laden, Sohn des 2011 getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden, zu kommentieren.

Die Sender NBC und CNN sowie die „New York Times“ hatten am Mittwoch berichtet, die Regierung in Washington habe Geheimdienstberichte erhalten, die den Tod des Mannes belegten. Dem Bericht der New York Times zufolge haben die USA bei der Operation gegen Hamsa eine Rolle gespielt. Er sei in den ersten beiden Jahren der Regierung Trumps getötet worden, also noch bevor die USA jüngst ein Kopfgeld auf den Sohn bin Ladens aussetzten. Weder Trump noch das Verteidigungsministerium wollten die Berichte kommentieren. Auch aus anderen Quellen gab es keine offizielle Bestätigung für die Berichte.

Von CNN und der „New York Times“ zitierte Experten sagten, es sei allerdings unüblich, dass Al-Kaida selbst sich nicht dazu geäußert habe. Es wäre zu erwarten, dass das Terrornetzwerk den Tod eines Anführers ankündigt und diesen als Märtyrer feiert.

Washington geht davon aus, dass Hamsa nach dem Tod seines Vaters eine führende Rolle bei Al-Kaida eingenommen hat. Er habe seit August 2015 in mehreren Botschaften im Internet zu Anschlägen gegen die USA und westliche Verbündete aufgerufen, hatte das US-Außenministerium Ende Februar mitgeteilt. Das Ministerium kündigte damals an, dass eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar ausgelobt worden sei, um Hamsa bin Laden aufzuspüren. Er war bereits Anfang 2017 auf die Terrorliste der USA gesetzt worden.

Nach Angaben des US-Außenministeriums wurde Hamsa bin Laden 1989 in Dschidda (Saudi-Arabien) geboren. Andere Quellen geben sein Geburtsjahr mit 1991 an. Sein Vater Osama bin Laden war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA untergetaucht. 2011 spürte ein US-Spezialkommando den damals 54-Jährigen im pakistanischen Abbottabad auf und tötete ihn.

(zim/dpa)