Döbeln: Anklage nach Angriff auf AfD-Büro erhoben

Brandanschlag im Januar : Anklage nach Angriff auf AfD-Wahlkreisbüro erhoben

Im Januar wurde das AfD-Wahlkreisbüro im sächsischen Döbeln durch einen Anschlag verwüstet. Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben.

Knapp drei Monate nach dem Angriff auf ein AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer erhoben. Den Beschuldigten im Alter von 29 und 33 Jahren werde das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Freitag mit. Zudem müssten sie sich wegen versuchter schwerer Brandstiftung, Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Ein dritter Mann (40) werde wegen Beihilfe zu diesen Delikten angeklagt.

Die beiden ersten Beschuldigten sollen am 3. Januar in der Tschechischen Republik eine Kugelbombe erworben und diese noch am selben Tag vor dem Bürgerbüro der AfD in Döbeln entzündet haben. Durch die Wucht der Detonation sei die Fensterscheibe des AfD-Büros nach innen gedrückt und Teile des Inventars erheblich beschädigt worden.

Vor dem Gebäude geparkte Fahrzeuge wurden der Chemnitzer Staatsanwaltschaft zufolge ebenfalls beschädigt. Zudem seien in der gegenüberliegenden Wohnung zwei Fensterscheiben gesplittert. Der entstandene Sachschaden belaufe sich auf mindestens 16.000 Euro. Wann die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Döbeln beginnt, stehe noch nicht fest.

lob

(mja/epd)
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