Digitalpakt Schule: Bundesrat stimmt Grundgesetz-Änderung zu

Bundesrat stimmt zu: Weg für Digitalpakt Schule ist endgültig frei

Der Digitalpakt Schule kommt. Das hat der Bundesrat als letzte Instanz einstimmig beschlossen. Damit werden den Ländern in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Euro für Laptops und Tablets zur Verfügung gestellt.

Der Digitalpakt Schule hat die letzte Hürde genommen: Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat für die erforderliche Verfassungsänderung. Die Entscheidung erfolgte einstimmig, erforderlich war eine Zweidrittel-Mehrheit. Im Rahmen des Digitalpakts stellt der Bund den Ländern innerhalb von fünf Jahren fünf Milliarden Euro für Laptops oder Tablets in den Schulen zur Verfügung.

Die Grundgesetzänderung war für den Bund Voraussetzung dafür, diese Mittel bereitzustellen. Der Bund kann nun auch Personal in den Schulen finanziell unterstützen, wenn es um besondere, befristete Ausgaben geht - etwa den Einsatz von Systemadministratoren für die Digitalisierung.

Die seit längerem geplanten Verfassungsänderungen hatten für Streit zwischen Bund und Ländern gesorgt, deshalb wurde der Vermittlungsausschuss angerufen. Der Bund rückte schließlich von seiner früheren Forderung ab, bei Bundeszuschüssen den Ländern ergänzende Zahlungen in gleicher Höhe vorzuschreiben.

Statt dieser 50:50-Regelung soll die Finanzierungsquote zwischen Bund und Ländern für jedes Projekt individuell festgelegt werden. Neben dem Bildungsbereich betrifft dies auch die finanzielle Beteiligung der Länder an den künftigen Bundesprogrammen im sozialen Wohnungsbau und zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs.

Die geplante Verfassungsänderung sieht zudem vor, dass für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur schwächere Kontrollrechte des Bundes als in anderen Bereichen gelten.

(cpas/AFP)
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