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Spott im Netz für "Mia o'fangn": Die SPD und der missglückte Dialektversuch

Spott im Netz für "Mia o'fangn" : Die SPD und der missglückte Dialektversuch

Sie haben es versucht, aber sie sind gescheitert: Ein verunglückter Dialektversuch der SPD zum politischen Aschermittwoch in Niederbayern hat im Netz für Hohn und Spott gesorgt.

Der Gedanke war gut, schließlich sind beim politischen Aschermittwoch alle verbalen Giftpfeile erlaubt. Ein bayerischer Dialektversucht der Online-Redaktion des SPD-Parteivorstands in Berlin aber kam prompt per Bumerang aus dem Süden der Republik zurück.

Die SPD-Redaktion wollte mit einem flotten Spruch auf den Beginn der sozialdemokratischen Kundgebung in Vilshofen hinweisen, wie ein Parteisprecher auf Anfrage in Berlin bestätigte. So war kurz nach 10 Uhr zu lesen: "Mia o'fangn mid zünftiga Blasmusi. Wa schunkelt mid?"

Mia o'fangn mid zünftiga Blasmusi. Wa schunkelt mid? http://t.co/HdHa4AJmjk #pam14

Das sollte auf gut Deutsch wohl heißen: "Wir fangen an mit zünftiger Blasmusik. Wer schunkelt mit?" Doch die Schreibweise des bayerischen Dialekts war einigermaßen falsch. Die Antwort im Netz folgte prompt: "Bayern seid Ihr keine", twitterte ein User und attestierte den Genossen einen dilettantischen Umgang mit dem Bairischen.

Ein anderer Nutzer meinte: "Das hat aber nicht wirklich ein Bayer geschrieben" - und lieferte gleich die richtige Schreibweise mit: "Mia fanga o mid a zünftign Blosmusi. Wer schunkelt mid?" CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer spottete in Passau: "Die bayerische SPD kann nicht einmal Bairisch."

So kann es gehen. Aber wie bereits erwähnt: Beim politischen Aschermittwoch ist nahezu alles erlaubt.

(dpa)