Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sind mager

Software-Updates für fünf Millionen Fahrzeuge: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sind mager

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels lassen zu wünschen übrig. Mit Software-Updates bei fünf Millionen Diesel-Pkw wird das Problem zu hoher Stickoxid-Emissionen nicht ausreichend gelöst. Zumal nicht klar ist, wie viele Dieselfahrer dem Nachrüstungsaufruf folgen werden.

Die echte Umrüstung der Motoren wäre für die Industrie viel teurer geworden, deshalb wollte sie die verhindern. Die Politiker pochten auf schnelle Lösungen, die sie sich eher von den Updates erhoffen. Echte Umrüstungen sind aber nicht vom Tisch.

Für die Automobilwirtschaft ist die Umrüstung der ÖPNV-Flotten auf emissionsarme E-Fahrzeuge der Kern des Maßnahmenpakets – ein Armutszeugnis. Zu einer Beteiligung an dem Fonds für Kommunen, die ihre Busse umrüsten sollen, hat sie sich aber nur nach langem Zögern widerwillig durchgerungen.

Wie schnell Kommunen reagieren, ist offen. Ebenso werden "Umstiegsprämien" für Autokäufer wenig bewirken, weil sie nur Preise erhöhen dürften. Auf E-Autos steigen die Leute erst um, wenn Reichweiten verbessert und Preise drastisch gesenkt werden.

  • Antworten zum Diesel-Gipfel : Deutschlands Autobauer kommen billig davon

Dieser Dieselgipfel war sicher nicht der letzte. Die Koalition hofft nur, dass der nächste unangenehme Termin erst nach der Bundestagswahl stattfindet.

Die wichtigsten Fragen zum Diesel-Gipfel beantworten wir hier.

Hier geht es zur Infostrecke: So reagiert das Netz auf den Dieselgipfel

(mar)