Deutschlandlied-Debatte: Angela Merkel findet deutsche Nationalhymne schön

Debatte um Deutschlandlied : Das denkt Angela Merkel über die Nationalhymne

Die Bundeskanzlerin schaltet sich in den Streit um die Nationalhymne ein. Nachdem sich Thüringens Ministerpräsident Ramelow in einem Interview mit unserer Redaktion eine neue Hymne gewünscht hatte, bezieht Merkel nun Stellung.

Und Angela Merkel sieht keinen Grund für eine neue Nationalhymne. "Die Bundeskanzlerin findet unsere Nationalhymne sehr schön in Musik und Text", sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er reagierte damit auf eine Diskussion, die Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angestoßen hatte.

Der Linken-Politiker hatte in einem Interview mit unserer Redaktoin gesagt, dass viele Ostdeutsche Unbehagen angesichts der Nationalhymne empfänden, die nach der deutschen Vereinigung 1990 für das Gebiet der ehemaligen DDR übernommen worden war. Er wünsche sich, "dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten", sagte Ramelow.

Damit stieß er auf heftigen Widerspruch aus CSU und AfD. Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) schlug vor, zeitgenössische Dichtern neue Strophen schreiben zu lassen.

Das Deutschlandlied wurde 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gedichtet und in der Weimarer Republik zur Nationalhymne gemacht. Später missbrauchten die Nationalsozialisten die erste Strophe für ihre Zwecke. Die deutsche Nationalhymne besteht heute aus der dritten Strophe "Einigkeit und Recht und Freiheit".

(felt/AFP)