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Deutschlandjahr in den USA soll Verhältnis verbessern

Heiko Maas eröffnet Deutschlandjahr in den USA : „Wunderbar together“ soll Beziehungen stärken

Deutsches Essen, Kunst und Dialoge - “Wunderbar together” soll die Verbindungen zwischen den USA und Deutschland verbessern. Bundesaußenminister Heiko Maas hofft, das Motto-Jahr werde in Zeiten politischer Spannungen “solidere Brücken bauen“.

Heiko Maas (SPD) hat während seiner USA-Reise das "Deutschlandjahr" eröffnet. Während einer Festveranstaltung zum Tag der Einheit in der deutschen Botschaft in Washington bekräftigte der Bundesaußenminister am Abend, die USA seien weiterhin Deutschlands "engster Partner außerhalb Europas". "Wir wollen und werden diese Partnerschaft erhalten." Angesichts politischer Spannungen zwischen Deutschland und den USA mahnte Maas: "Wenn der Atlantik in einem politischen Sinn breiter wird, müssen wir mehr und solidere Brücken bauen."

Unter dem Motto "Wunderbar together" sollen nach Angaben des Auswärtigen Amtes bis November 2019 mehr als tausend Veranstaltungen in allen US-Bundesstaaten stattfinden. Die Palette reicht von Festen mit deutschem Essen und Bier über Ausstellungen und künstlerische Darbietungen bis hin zu Konferenzen und Podiumsdiskussionen.

Donald Trump bezeichnete das “Deutschlandjahr" als "großartigen Weg, die Verbindungen zwischen unseren Ländern zu vertiefen”. Dies schrieb der US-Präsident in einem Grußwort an Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, aus dem die deutsche Botschafterin Emily Haber während der Veranstaltung zitierte

In einem Video von der Internationalen Raumstation ISS sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst: "Nur zusammen können wie die vor uns liegenden Herausforderungen meistern." Das sei wie an Bord der ISS, wo der Erfolg von "internationaler Kooperation über alle Grenzen hinaus" abhänge.

Die Veranstaltungen sollen laut offiziellem Programm die "tiefen historischen Verbindungen" und "gemeinsamen Werte" beider Länder illustrieren. Das "Deutschlandjahr" findet vor dem Hintergrund starker politischer Verwerfungen zwischen den USA und Deutschland statt. Es wird vom Auswärtigen Amt, dem Goethe-Institut und den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) organisiert.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump im Januar 2017 haben sich die Beziehungen deutlich verschlechtert. Trump hat die Bundesregierung unter anderem wegen ihrer Flüchtlings- und Handelspolitik immer wieder heftig kritisiert.

Zuletzt prangerte er auch die geplante Pipeline Nord Stream 2 an, die russisches Gas nach Deutschland transportieren soll. Ein weiterer Streitpunkt ist das vom US-Präsidenten einseitig aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran. Deutschland war am Zustandekommen der Vereinbarung von 2015 zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms beteiligt.

(juju/AFP)