Deutschland: 360 "gefährliche Extremisten" haben Asyl beantragt

Regierung gibt Zahl bekannt: 360 "gefährliche Extremisten" haben Asyl beantragt

Einem Medienbericht zufolge sind fast ein Viertel der "gefährlichsten Extremisten" in Deutschland Asylbewerber. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae hervor.

Wie der "Spiegel" berichtet, stuft das Bundeskriminalamt rund 1560 Männer und Frauen als "Gefährder" oder "relevante Personen" in der Extremistenszene ein. 362 von ihnen hätten einen Antrag auf Asyl gestellt, hieß es.

Die Zahl sei auch "auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen", schreibe die Regierung. Bund und Länder versuchten inzwischen, "Gefährder" schneller abzuschieben. Thomae sagte, die Länder müssten von dem Mittel konsequent Gebrauch machen: "Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt."

(felt)