Deniz Yücel: Initiative #FreeDeniz fordert mehr Druck der Bundesregierung auf die Türkei

Autokorso in Berlin : Yücels Unterstützer fordern mehr Druck auf die Türkei

Seinen 44. Geburtstag muss der Journalist Deniz Yücel in einem türkischen Gefängnis feiern. Seine Unterstützer werfen der Bundesregierung vor, dass sie zu wenig Druck auf die türkische Regierung ausübt.

Mehrere hundert Autofahrer nahmen am Sonntag an einem Autokorso teil, um für die Freilassung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und der anderen deutschen Gefangenen in der Türkei zu demonstrieren. Anlass ist der 44. Geburtstag Yücels an diesem Sonntag.

Bei der anschließenden Kundgebung wurde die Bundesregierung kritisiert. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, an dem man mit moralischen Appellen an die türkische Regierung nicht mehr weiterkomme, sagte eine Sprecherin der Demonstranten. Sie forderte die Regierung zu Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei auf. So sollten etwa Hermes-Bürgschaften für Geschäfte mit der Türkei deutlicher eingeschränkt werden.

Die Initiative #FreeDeniz fordere die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und nicht nur zu reden. Der Regierung in der Türkei müsse das Geld entzogen werden. Die Initiative setzt sich für freie, unabhängige Presse überall auf der Welt ein. Die Schwester Yücels, Ilkay, sagte, sie hoffe, dass dies der letzte Geburtstag sei, den ihr Bruder im Gefängnis zubringen müsse.

(mar)