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DDR-Zeugnisse: Stasi-Unterlagen-Archiv ins Bundesarchiv überführt

Zeugnisse der SED-Diktatur : Stasi-Unterlagen-Archiv ins Bundesarchiv überführt

In Berlin sind die Stasi-Unterlagen ins Bundesarchiv überführt worden. Begleitet wurde das von einem Festakt, bei dem der bisherige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde verabschiedet wurde.

Die Überführung des Stasi-Unterlagen-Archivs ins Bundesarchiv ist am Donnerstag mit einem Festakt in Berlin begleitet worden. Die Feierstunde im Zeughaushof des Deutschen Historischen Museums fand am Jahrestag des DDR-Volksaufstandes von 1953 statt. Dabei wurde auch der bisherige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, verabschiedet.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte es dabei als bleibendes Verdienst und Vermächtnis der DDR-Bürgerrechtsbewegung, dass diese Zeugnisse der SED-Diktatur vor der Vernichtung bewahrt wurden. „Unter dem Dach des Bundesarchivs wollen wir die Stasi-Unterlagen gut 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung künftig als Teil unseres gesamtstaatlichen Gedächtnisses dauerhaft und für künftige Generationen bewahren“, sagte sie. Aufarbeitung und wissenschaftliche Forschung würden intensiv fortgesetzt, versicherte die Kulturstaatsministerin.

Am Festakt nahmen der frühere Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Altbundespräsident Joachim Gauck, der scheidende Behördenleiter Roland Jahn und der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann, teil.

31 Jahre nach dem Mauerfall hatte der Bundestag im November die Transformation der Akten ins Bundesarchiv beschlossen. Damit sollen diese dauerhaft gesichert werden und zugleich für Betroffene, Medien und Forschung zugänglich bleiben.

An die Stelle von Jahn tritt als Ansprechpartnerin für die Betroffenen die frühere DDR-Oppositionelle Evelyn Zupke. Die 59-Jährige war vor einer Woche vom Bundestag zur ersten Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur gewählt worden.

(c-st/epd)