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Das meiste Betreuungsgeld geht nach Bayern

Geld für 146.000 Kinder im ersten Quartal : Das meiste Betreuungsgeld geht nach Bayern

Das Betreuungsgeld für Kleinkinder wird am häufigsten in Bayern nachgefragt. Von den 145.769 Beziehern dieser 2013 eingeführten Leistung leben 33 500 in diesem Bundesland, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Erfasst sind die tatsächlichen Leistungsbezüge im ersten Quartal 2014. Die ersten Anträge für das von Kritikern als "Herdprämie" geschmähte Betreuungsgeld konnten am 1. August 2013 gestellt werden. Bis Jahresende wurde es nur für 64 877 Kinder ausgezahlt. Im neuen Jahr stieg die Zahl der Bezieher dann sprunghaft an.

Eltern haben Anspruch auf Betreuungsgeld, wenn sie ihr Kind nicht in eine öffentlich geförderte Einrichtung oder zu einer Tagesmutter geben. Es beträgt 100 Euro monatlich vom 15. Lebensmonat an und wird maximal bis zum dritten Lebensjahr ausgezahlt.

Im ersten Quartal 2014 wurde das Betreuungsgeld zu 95 Prozent von Müttern bezogen. Die mit Abstand meisten männlichen Bezieher lebten in Bremen (zehn Prozent). Im früheren Bundesgebiet stellten vier von fünf den Antrag für den maximalen Bezugszeitraum von 22 Monaten, in den neuen Ländern und Berlin waren es nur Zwei von Fünf.

Nach Angaben der Statistiker waren 51 Prozent der Kinder, für die Betreuungsgeld bezogen wurde, das einzige Kind im Haushalt. In 34 Prozent der Fälle war noch ein weiteres Kind vorhanden, 15 Prozent der Kinder lebten mit zwei oder mehr Geschwistern zusammen. 14 Prozent der Bezieher besaßen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Gut die Hälfte der Kinder, für die Anfang 2014 Betreuungsgeld gezahlt wurde, waren Einzelkinder.

(KNA/dpa)