Dänemark verlängert Grenzkontrollen um weitere sechs Monate

2016 eingeführt : Dänemark verlängert Grenzkontrollen um weitere sechs Monate

Wegen der großen Zahl von Flüchtlingen hatte Dänemark Grenzkontrollen eingeführt. Jetzt wurde bekannt: Die Mission soll um weitere sechs Monate verlängert werden. Betroffen ist auch die deutsch-dänische Grenze.

Reisende nach Dänemark müssen weiterhin ihre Pässe an der Grenze vorzeigen. Die dänische Regierung teilte am Freitag mit, dass die 2016 wegen des großen Zustroms von Flüchtlingen eingeführten Grenzkontrollen bis November verlängert werden. Das gilt für die deutsch-dänische Grenze und die Fährhäfen.

„Auch wenn wir jetzt sehen, dass die Zahl der Asylbewerber und anderer Einreisenden relativ niedrig ist, ändert dies nichts daran, dass die Außengrenzen Europas immer noch unter Druck stehen“, sagte die Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg. „Die terroristische Bedrohung für Dänemark ist nach wie vor ernst, was Grenzkontrollen erforderlich macht.“

Auch Deutschland, Österreich, Frankreich und Norwegen haben seit 2016 vorläufige Grenzkontrollen. Der EU-Migrationskommissar Dimitris Avramapoulos forderte die fünf Länder auf, ihre Grenzkontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raumes aufzugeben. Die Zahl illegaler Grenzübertritte habe sich nach der Flüchtlingskrise auf Normalmaß reduziert.

(mja/dpa)
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