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CSU-Vize Manfred Weber will 20.000 Syrer aus Aleppo aufnehmen

"Humanitäre Geste" : CSU-Vize will 20.000 Syrer aus Aleppo aufnehmen

Wegen der katastrophalen humanitären Lage in Aleppo hat CSU-Vizeparteichef Manfred Weber die Aufnahme eines Kontingents von 20.000 syrischen Flüchtlingen in der EU gefordert. Mit der Forderung seiner Partei nach einer Obergrenze habe dies nichts zu tun.

Eine solche Geste widerspräche nicht der entsprechenden Forderung, sagte der Europapolitiker der "Bild am Sonntag". "Obergrenze bedeutet eine Festlegung mit Maß und Ziel, aber keine Abschottung und Abriegelung", sagte Weber. "Kein Land kann sich jetzt rechtfertigen, dass es nicht helfen kann. Alle, die sich auf die christlichen Grundlagen Europas berufen, müssen handeln." Weber ist auch Vorsitzender der EVP-Fraktion im Europaparlament.

"Entschiedener handeln"

"Europa muss viel entschiedener handeln, auch in humanitärer Hinsicht", sagte der Christsoziale. "Dazu gehört vor allem EU-Soforthilfe vor Ort, aber möglicherweise auch ein festes europäisches Kontingent für Flüchtlinge." Europa könne sich "nicht nur mit dem Scheckbuch freikaufen".

 Manfred Weber ist Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament und CSU-Vize.
Manfred Weber ist Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europäischen Parlament und CSU-Vize. Foto: dpa, mkx gfh axs

Nach Webers Vorstellung sollten die Kontingentflüchtlinge auf die europäischen Länder verteilt werden. In der Praxis dürfte dies schwierig werden, da einige EU-Länder vor allem in Osteuropa keine Flüchtlinge aufnehmen wollen.

(AFP)